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Ich trinke Nacht

 
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Autor Nachricht
Rainbow_of_the_Night



Anmeldungsdatum: 22.02.2011
Wohnort: Erfurt

BeitragVerfasst am: Do Feb 24, 2011 18:01    Titel: Ich trinke Nacht Antworten mit Zitat

Ich bin ganz neu in diesem Forum und möchte euch gerne einige Texte von mir vorstellen. Das nachfolgende Gedicht (eigentlich sollte es ein Song werden) ist gewidmet und ich versuche den Schmerz zu verarbeiten. Vielleicht habt ihr ein paar Gedanken dazu:

Ich trinke Nacht [in deinen Armen]


Es ist wie ein Rennen
durch den lauten Alltag,
dessen Stimme wie ein
verschlingender Schatten
mich zerreißt
zwischen müssen und können,
zwischen schreien und erstarren,
zwischen Leben und Tod.

Ich trinke Nacht
in deinen Armen,
gebe mich ganz dem Traum hin
mit dem Morgenkuss
weiter deinen wärmenden Worten
lauschen zu können.

Es fühlt sich an wie eine Flucht,
die mir das Gefühl der Heimat entreißt,
ohne deine haltende Liebe,
deinen Schokoladenblick,
deine Art mich zu berühren.
Es ist mir, als zerfalle ich,
in Herzsplitter
deren ohnmächtigen Schmerz
ich nicht benennen kann.

Ich trinke Nacht
in deinen Armen,
schließe meine Augen
und schmecke deine Haut
in sehnender Erinnerung
eines quälenden Wunschtraumes.

Es ist still um mich,
während ich Sterne koste
und samtener Mondschein meine Augen füllt.
Ich höre die Melodie des Abschiedes,
sie klingt flüsternd an mein Ohr,
möcht’ mich ihrem Klang entziehen
und viel lieber mit den Wolken tanzen,
doch ich kann ihr nicht entrinnen.

Es ist wie eine Befreiung,
als die Tränen endlich meine Seele reinigen
und ich den Schmerz ausdrücken kann,
jede einzelne Perle ist Trauer
und zugleich Erlösung
aus dem Gefühl
dich verloren zu haben.

Ich trinke Nacht
in deinen Armen,
liege auf meiner Couch
und atme deinen Duft,
der wie ein zärtliches Gedicht
für mein Herz ist.

Doch die Dämmerung
breitet bereits ihre Schwingen aus,
sie erzählt von Vergänglichkeit
von Loslassen und Weitergehen,
es ist nun Zeit für mich
Teil eines neuen Anfangs zu werden,
am Ende des Horizonts neu zu starten
und einen anderen Weg zu suchen.

So mein Liebling,
nun ziehe von dannen,
ich gebe dir den Schlüssel
für dein kostbares Herz zurück,
sei frei
in dir, in dieser Welt,
mögest du finden, was du suchst,
mögest du werden, was dich erfüllt.
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Matschbirne



Anmeldungsdatum: 19.02.2006
Wohnort: ganz weit fort von daheim

BeitragVerfasst am: Fr Feb 25, 2011 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

zuerst einmal willkommen hier! Smile

zum thema:

hm, ich muss sagen, ich bin immer etwas zwiegespalten bei den gedichten / texten hier. würde auch gern mal etwas über etwas schönes lesen, aber oft ist das leider nicht der fall. sicherlich liegt das auch ganz einfach an der natur des menschen, denn mir kommt es zumindest so vor, dass man trauer, wut, hass etc. viel intensiver bzw. länger empfindet als etwas schönes wie glück und zufriedenheit. sowas ist leider oft sehr flüchtig und die negativen sachen verfolgen einen meist über einen längeren zeitraum. nun denn, darüber lässt sich sicher streiten. Naja...

dein gedicht liest sich auf jeden fall sehr flüssig und beinhaltet in meinen augen ein paar sehr interessante bilder.
es kommt sehr viel emotion von dir rüber und hat auch bei mir gewisse reaktionen ausgelöst, von daher zweck erfüllt.

ich denke, wir werden sicher bald mehr von dir hier lesen können.
_________________
Don´t try to deny what you feel...

"Was uns nicht härter macht, bringt uns nur um!" (frei nach Heinz Becker)


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Rainbow_of_the_Night



Anmeldungsdatum: 22.02.2011
Wohnort: Erfurt

BeitragVerfasst am: So Feb 27, 2011 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

Dankeschön erstmal für deinen Kommentar. Du hast mit den negativen Gefühlen recht. Ich schreibe auch viel über positives, doch da ich zurzeit in der Phase des Loslassens bin, habe ich ein aktuelles Gedicht gewählt. Sei ganz lieb gegrüßt, Rainbow
_________________
Während du fällst, vergiss nicht den Blick zum Himmel zu richten, du könntest eine Sternschnuppe verpassen. (von mir)
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Lavira



Anmeldungsdatum: 04.07.2014

BeitragVerfasst am: Do Jul 10, 2014 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

mir hat das gedicht sehr gut gefallen. irgendwie auch, weil ich mich darin ein wenig wieder gefunden habe.

ich finde du hast ein sehr gutes Gespür für Wörter
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AntiArktis



Anmeldungsdatum: 30.08.2016

BeitragVerfasst am: Do Sep 08, 2016 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hey, Rainbow! Auch mir hat dein Gedicht sehr gut gefallen. Dass du deine Lyrik als Ventil für verschiedene Emotionen verwendest, finde ich sehr schön. Grundsätzlich bin ich jemand, der eine starke Affinität zu düsteren Bildern hat, insofern kann ich Matschbirnes Kommentar zwar gut nachvollziehen, gehe da aber aus einer anderen Richtung ran. Jedenfalls ein sehr schöner Text; weiter so!
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Bambou



Anmeldungsdatum: 07.10.2016
Wohnort: Potsdam

BeitragVerfasst am: Mi Okt 19, 2016 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fand das Gedicht super geschrieben! Smile

Ich möchte auf einen Punkt eingehen den Matschbirne gemacht hat. Ich kann dich voll und ganz verstehen und stimme dir auch zu. Schöne Texte gibt es seltener und wenn es um etwas schönes geht, dann sind es öfters Liebesgedichte/Liebestexte. Ich würde mich mal über ein Gedicht freuen, indem die Schönheit von Essen oder von Technologischen-Fortschritt beschrieben wird. Das wäre sicherlich interessant.

Eine Sache, die ich noch loswerden wollte - ich weiß nicht wieso, aber traurige düstere Texte finde ich schöner als fröhliche Texte - egal in welcher Stimmung ich bin. Ist das nur bei mir so? Hm...

Liebe Grüße
Diana
_________________
Der Klügere gibt solange nach, bis er der Dumme ist.
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